Montag, 5. Oktober 2009

Apples Tablet wird den Printmarkt revolutionieren!

Am 19. Januar 2010 soll Apples Tablet angeblich der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Das gilt definitiv als zu 80% sicher und von den 80% sind locker 99% hundertprozentig davon überzeugt. Für Print-Verlage könnte sich das Teil als echte Vertriebsalternative entpuppen.

Touchbook? Touch Book Air? Mac Tablet? iTouch Me? Macbook Touch? Touchbook Me? Touch Me Balls? Ideen für bescheuerte Namen gibt's im Internet schon mal genug. Damit verkürzen sich verblendete Apple-Jünger (wir) die Wartezeit auf Apples ersten Tablet-Rechner. Die Gerüchte verdichteten sich immer mehr und heute sind 95% der Analysten zu 80% sicher, dass es sich um eine Art hochgezüchteten iPod Touch im Jumbo-Format handeln wird.
ilounge.com hat unlängst einen weiteren Artikel mit "zehn Fakten über Apples Tablet" veröffentlicht. Wie viel davon basiert auf Insider-Informationen und wie viel wurde älteren Gerüchten entnommen? Ist uns völlig wurst, denn nicht erst seit Akte X gilt für eingefleischte Apfel-Huren: "I want to believe!". Man darf dabei nicht vergessen, dass die Weissagungen von iLounge.com in der Vergangenheit regelmäßig ins Schwarze trafen.
Im Endeffekt wissen alle, dass 2010 irgendwas in die Richtung kommt. Doch für sich genommen ist das Gerät gar nicht so interessant. Wichtiger ist, was Apple damit auf lange Sicht nebenbei verdienen kann. Dank App-Store kassiert Apple einen Haufen Kohle durch die Kreativität anderer. Eine neue gigantische Zielgruppe wurde quasi aus dem Nichts geboren: "Die Ich-bin-eine-faule-Sau-und-hab-die-ganze-Scheiße-vorher-nicht-genutzt-weil-alles-zu-kompliziert-war-aber-wenn-ich-nur-einmal-klicken-muss-kann-ich-schon-mal-einen-Euro-springen-lassen-Zielgruppe".
Nie zuvor war es für den Endkunden so einfach, sauer verdientes Geld für Spiele, Programme usw auszugeben. Gleichzeitig ist der App-Store für unabhängige Entwickler eine Offenbarung, weil man sich nicht mehr um den Vertrieb sorgen muss. Deshalb hat die Musik-Industrie das Ganze damals nicht als geniale Möglichkeit, sondern als tödliche Gefahr wahrgenommen. ;-)
Jemand der es wissen muss und anonym bleiben will, hat neulich gesagt: "Apple hat die perfekte Vertriebsplattform entwickelt und baut jetzt Geräte drumherum. Erst war Musik dran. Danach kamen Filme, TV und Apps. Wer weiß - vielleicht kann ich bald meine Lieblings-Hefte Retro-Gamer und Wired über iTunes abonnieren."
Im Zeitschriftenmarkt herrscht ja momentan Totentanz. Die Auflagen brechen ein, Redaktionen werden dicht gemacht, alle verfallen in die Duldungsstarre und warten auf den finalen Rettungsschuss. Die Fokussierung auf Online-Berichterstattung ist auch nicht ganz so lukrativ wie ursprünglich angenommen. Im Internet floppen Bezahlmodelle für journalistische Inhalte am laufenden Band.
Kündigt sich mit Apples Tablet der Retter in der Not an? Eine Art überdimensionierter iPod Touch könnte schließlich den gesamten Magazin-Markt über Nacht umkrempeln. Digitale Zeitschriften mit nur einem Klick verkaufen! Das würde dank ordentlich bemessenem Multitouch-Screen endlich mal Sinn machen. Vergleichbare Angebote mag es vielleicht schon geben, aber eben nicht in so einem perfekten Rundumpaket.
Stellt euch vor, ihr blättert in digitalen Ausgaben von Rolling Stone oder Musikexpress und hört in die vorgestellten Tracks rein und so weiter. Man denke auch an die kleineren Publikationen oder ausländische Magazine, die man nur in jedem zehnten Kiosk findet.
Manch einer mag das Ganze als Schwachsinn abtun und fragen: "Warum dümpeln dann Amazons Kindle und andere eBook-Reader am unteren Ende der Nahrungskette herum?" Die Antwort darauf lautet: "Weil Du eine blöde Sau bist und nicht ansatzweise kapiert hast, worum es hier geht. Außerdem bist Du zu fett!"






Kommentare:

  1. der Kindle ist von Amazon nicht von Apple, du Zipfel...

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  2. sehr gut, kay! ich wollte testen, ob unsere artikel bis zum ende durchgelesen werden. darum habe ich absichtlich den fehler eingebaut, du doodle-jump-cheater!

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  3. Hm, als elektronisches Magazin hatte ich das Ding noch gar nicht im Sinn. Wenn Apple echt mal einen "Kiosk" anbietet, dann wäre das schon was feines. Es gibt einen Haufen Magazine die ich aktuell nicht kaufe, aber als Tablet-Mag definitiv "laden" würde. Ich geb ja auch Kohle für Apps aus, die ich nie und nimmer in einem Geschäft oder im Online-Store gekauft hätte.

    Retro Gamer ist in der Tat ein super Beispiel. Ich kenne viele Nerds die das Ding sofort kaufen würden, wenn sie die entsprechende Plattform hätten. Darum macht es auch Sinn eher einen größeren iPod Touch zu bringen und keinen vollwertigen Tablet PC. Können sich mehr Leute leisten.

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  4. Haettst mich als Insider ruhig namentlich nennen koennen...

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